Dateidownloads aus Textpattern mit Google Analytics verfolgen

6. Dezember 2009

Die Statistikfunktionen von Google Analytics, Piwik oder anderen Statistikpaketen in eine mit Textpattern betriebene Website einzubinden ist einfach: Vom Statistikpaket erhält man ein kleines JavaScript-Schnippsel, das in die Seitenvorlage einzubauen ist. Downloads von Dateien werden damit allerdings nicht aufgezeichnet, weil genau dieses JavaScript-Schnippsel nur in HTML-Seiten und nicht in Downloads wie PDF- oder ZIP-Dateien eingebunden wird.

Damit auch Dateidownloads in der Statistik auftauchen, muss man Google Analytics mit den betreffenden Daten “händisch” füttern, indem man Klicks auf die Links zu den Downloaddateien auswertet.

Ich verwende dazu ein kleines kurzes jQuery-Script, das beim Klick auf jeden Download-Link aktiv wird. Alle Dateidownloads bietet Textpattern den Besuchern unter der URL /file_download/ an.

Die dafür nötigen Schritte sind:

1. Lade jQuery in einen Ordner deiner Website (zB /scripts/) und binde es in das head-Element der Seitenvorlagen ein:

<script type="text/javascript" src="<txp:site_url />scripts/jquery-1.3.2.min.js"></script>

2. Verschiebe das Google-Analytics-Script an den Anfang deiner Seite, zum Beispiel vor den </head>-Tag.

3. Baue den Trackingcode nach dem Google-Analytics-Script ein:

<script type="text/javascript">
$(document).ready(function(){
 $('a[href*=file_download]').click(function(){
  try {
   var p = this.href.match(/http:\/\/[-a-zA-Z0-9\.]*(\/file_download\/[0-9]*\/.*)/)[1];
   pageTracker._trackPageview(p);
  } catch(err) {}
 })
})
</script>

Dieser Trackingcode zeichnet alle Klicks auf Links auf, auf die das Muster http://www.example.com/file_download/nnn/name.ext passt.

Diese drei Schritte reichen für die Aufzeichnung aus.

Mit dem regulären Ausdruck /file_download/[0-9]* lassen sich die heruntergeladenen Dateien auch als separates Ziel in Google Analytics verfolgen.

Kommentare

  1. Hi Robert,

    ist zwar Geschmackssache, aber ich würde das eher mit dem Event-Tracking von Analytics machen. Da kann man gleich noch den Namen der Datei und die Seite, auf der der Downloadlink ist, übergeben.
    Allerdings sinkt dann die Bounce-Rate ein wenig, da jedes Event als Aktion gewertet wird., was aber beim Download-Event-Tracking durchaus erwünscht sein kann bzw. sogar Sinn macht.