Google hilft: Schießen Sie Ihren Konkurrenten von Platz 1!

16. April 2007

remove link

Letzten Samstag hat Google eine einfache Anleitung veröffentlicht, wie unliebsame Konkurrenz von den guten Plätzen der Suchresultate zu vertreiben ist. Matt Cutts persönlich, der Leiter des Google-Teams zur Bekämpfung von Webspam (oder was Google dafür hält), war so freundlich.

Für kreative Querdenker sind die Möglichkeiten endlos:

  • Betreibst du ein Forum oder Dating-Portal? Dein Mitbewerb lebt sicher auch von der Miete für ein paar Links in der Sidebar oder im Footer. Denunziere ihn bei Google und sieh zu, wie seine Einnahmen in den Keller sinken. Bald ist er weg von Fenster: Eine letzte Meldung über ihn findest du auf den Wirtschaftsseiten in der Rubrik “Konkurse”, und das war’s.
  • Bist du ein Linkbroker wie Teliad, Text Link Ads oder Linklift? Grase die Publisher-Liste der Konkurrenz ab, vernadere jede einzelne dieser Sites, und hoffe darauf, dass dein Mitbewerb diese Idee erst später hat.
  • Vertreibst du kommerzielle Software, die im Wettbewerb mit einem kostenlosen Open-Source-Produkt steht? Wirf ein kritisches Auge auf die Seite mit der Spenderliste des Open-Source-Projekts und melde verdächtige Links an Matt Cutts’ Team. Bald geht dem Open-Source-Projekt das Budget fürs Hosting aus, und du bist wieder im Rennen um die Gunst der Anwender.

Es ist noch dazu ganz einfach: Fülle dieses Formular aus, verwende das Wort “paidlink” im Feld “Additional details:” und ergänze das Ganze mit ein paar vagen Verdächtigungen. Am einfachsten ist, du verwendest direkt Matt’s Textvorschlag “Example.com is selling links; here’s a page on example.com that demonstrates that”, dann macht der Report fast keine Arbeit.

Hast du Sorge, bei der Meldung etwas falsch zu machen, oder drücken dich gar ethische Bedenken? Ein professioneller Suchmaschinenoptimierer kann für dich arbeiten, damit alles korrekt gehandhabt wird!

Und warum bietet Google diese tolle Werkzeug an, fragst du?

Nun, wer Geld ausgeben möchte, um von Google bestens gereiht zu werden, muss nicht mehr aus dieser unüberschaubaren Anzahl von Linkverkäufern wählen und kann als schnellen Weg zur besseren Suchmaschinenreihung einfach Google AdWords buchen.

Wie heißt’s so schön in der Google-Unternehmensleitlinie?

Do no evil!

Wer’s einfacher, nachhaltiger und ehrlicher auf einen der vorderen Google-Plätze schaffen möchte, sollte aber doch besser meine Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung beherzigen. Für den Anfang zumindest.

Kommentare

  1. Äußerst interessant sind auch die durchgängig negativen Kommentare zu diesem “Feature” auf Matts Seite. Ein rel=“paid”, wie in den Kommentaren vorgeschlagen, fände ich auch interessant. Mal sehen, was daraus wird.

    Übrigens, mir schauen deine “Ähnlichen Beiträge” auch sehr verdächtig aus! ;-)