Google NewSpeak zum Thema Linkkauf

13. Juni 2007

Die Reihung in den Trefferlisten von Google wird von mehr als hundert Einflussgrößen bestimmt: Seitentitel, Vorkommen des Suchbegriffs in Überschriften und thematische Nähe sind einige davon.

Nach wie vor ist die Anzahl an eingehenden Links, die von anderen Stellen auf eine Webseite zeigen, einer der wesentlichen Faktoren. Kein Wunder, dass der Kauf und Verkauf von Links zu einem eigenen Wirtschaftszweig der Suchmaschinenoptimierung geworden ist. Für Google bedeutet das eine Beeinflussung des Bewertungsalgorithmus, die den ursprünglichen Intentionen entgegen läuft. Wer via Link auf eine andere Seite verweist, spricht laut Google immer einer “Empfehlung” dafür aus, und der Kauf von Links unterläuft diese Idee.

Eine leise Andeutung von Matt Cutts, dass Google sich verstärkt um die Erkennung dieser Mechanismen kümmern wird und dazu auf die Meldung von verdächtigen Websites durch die Webmaster-Gemeinde baut, hat allerdings entrüstete Reaktionen verursacht. Von brandendem Applaus für die “Paid-Links-Reporting”-Idee war nichts zu merken.

Heute veröffentlicht Vanessa Fox im offiziellen Google-Webmaster-Blog, dass das Formular zur Denunziation von Link-Tradern aus der Taufe gehoben wurde:

Today, in response to your request, we’re providing a paid links reporting form within Webmaster Tools.

“…in response to your request…” Was für eine Schönfärberei als Begründung für ein zweifellos umstrittenes Verfahren…

Kommentare

  1. Es sollen sogar etwa 200 Faktoren sein, die ins Ranking einfließen.
    Naja, ich kann mir schon denken welches Land beim Linkkauf-Petzen die meisten Anschwärzungen erzeugen wird…