Googler Matt Cutts erteilt Whitehat-SEO-Rat

10. August 2007

Google-Spamfighter Numero Uno Matt Cutts ist gerade von der WordCamp-Konferenz zurückgekehrt und berichtet über seine Erlebnisse dort.

Als Rat an Website-Betreiber, die ihre Google-Reihung verbessern wollen und dafür Linkköder auslegen möchten, zeigt er das Beispiel eines Chiropraktikers, der bis vor einem Jahr keine Ahnung von Suchmaschinenoptimierung hatte und nun mit seinem Blog Furore macht.

So weit, so gut – aber womit macht der Mann das?

Der gute Mediziner besucht Blogger-Konferenzen, bei denen er Internet-Berühmtheiten wie den Schöpfer von Wordpress Matt Mullenweg trifft, und fragt die dort: “Was möchtest du werden, wenn du groß bist?” Er fotografiert seine Gesprächspartner mit einem kleinen Taferl, auf denen der Wunsch niedergeschrieben ist. Matt Mullenweg, auch genannt Photomatt, möchte also ein Autor von Texten sein.

Wieder zuhause, zeichnet der – wohlgemerkt – Chiropraktiker seine Gesprächspartner in der gewünschten Tätigkeit, veröffentlicht die Karikaturen auf seinem Weblog und hofft auf das Ego der Karikierten.

Voilá, ein Backlink von der Website eines Internethelden!

Was sagen die Google-Qualitätsrichtlinien über geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Rankings?

  • Sorgen Sie dafür, dass andere relevante Websites Links zu Ihrer Website enthalten.
  • Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Eine […] hilfreiche Frage lautet: “Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?”

Klar, dass die Patienten eines Chiropraktikers auf seiner Website Cartoons von Semi-Berühmheiten erwarten.

Klar, dass Links von Programmierern und Google-Angestellten, die eigentlich die Qualität der Suchtrefferlisten erhöhen sollten, relevant für eine Mediziner-Website sind.

Klar – oder?