Hangover

4. August 2009

Doug wird in zwei Tagen heiraten.

Aber zuvor bricht er noch mit drei Freunden Stu, Phil uand Alan im geheiligten Mercedes-Oldtimercabrio des zukünftigen Schwiegervaters zum Polterabend nach Las Vegas auf. Nachdem die vier Spezln die beste Suite im „Cesar’s Palace“ bezogen haben, beginnen sie ihre Tour durch Sin City mit einer Runde Jägermeister auf dem Dach des Hotels…

Am Morgen danach herrscht Chaos in der Hotelsuite: Die Möblierung ist zerstört, Pizzareste kleben in den Polstern, ein Huhn stolziert auf der Hausbar – und ein ausgewachsener Tiger bewacht das Bad. Und Doug ist verschwunden. Keiner der drei übrig gebliebenen Freunde hat auch nur den leisesten Schimmer, was passiert sein könnte. Und so beginnt eine Schnitzeljagd durch Vegas auf der Suche nach Spuren des verschwundenen Bräutigams.

In bester Screwball-Comedy-Manier hetzt der Drehbuchautor die drei Ahnungslosen durch Las Vegas, von der Polizeiwache über die Unfallerstaufnahme und die Best Little Wedding Chapel bis hin zum Anwesen von Boxchamp Mike Tyson – immer auf der Suche nach Hinweisen über den Verbleib ihres Freundes, auf den zu Hause schon die Braut ungeduldig wartet. Mit dem Stress geht jeder der drei auf seine Weise um: Phil ist cool und hat eine Menge Spaß im grössten Chaos, der spießige Stu verliert von Stunde zu Stunde Hemmungen, und Doug’s zukünftiger Schwager Alan, den eine Zufallsbekanntschft recht treffend „Dicker Jesus“ nennt, schwebt ohnehin in einer von zu frühem Konsum chemischer Spaßmacher induzierten Parallelwelt.

Gute Schauspieler, überraschende Wendungen, groteske und trotzdem plausible Situationskomik: „Hangover“ ist einer der humorvollsten Filme des Jahres.