Körperlos reisen mit Google

23. August 2007

Die Reihung der Resultate in der Suchtrefferliste von Google ist auch vom geografischen Standpunkt des Suchenden abhängig: Eine Suchabfrage aus Österreich wird eher österreichische Websites weit oben reihen, während die Frage nach den selben Keywords von einem Standort in Deutschland wieder die dort beheimateten Websites besser reiht. Das ergibt Sinn, vor allem für geografisch eingeschränkt nutzbare Angebote oder die Suche nach Online-Shops, die nicht wegen der Versandkosten aus jeder Erwägung fallen.

Wer sich aber mit der Suchmaschinenoptimierung seiner eigene Site beschäftigt, steht manchmal vor der Frage: Wie sieht eigentlich meine Position in Google für einen Besucher aus einem anderen Land aus?

Die Antwort darauf findet man, ohne vom warmen Bürosessel aufzustehen: Es reicht, an die Adresse der Trefferliste bei Google den Parameter &gl= (geo location) und den zweistelligen ISO-Landescode des “Reisezieles” anzuhängen, also für Deutschland zum Beispiel &gl=de.

Ein Beispiel:

In beiden Fällen werden die jeweils populärsten Boulevardblätter des Landes recht weit oben gereiht. Qualität ist eben subjektiv…

Kommentare

  1. Immerhin, in D steht die SZ vor der Bild, in A steht die Kronenzeitung ganz oben. Muss man sich da Sorgen um die Österreicher machen?

  2. Ich bin ja nicht so der große “Bild”-Leser, aber vermutlich ist der Mittelwert aus SZ und Bild dem Qualitätsniveau der Krone äquivalent – zumindest aus Google-Sicht.

    Und wer würde das Urteil des vorherrschenden Gatekeepers zum Informationsangebot des ganzen Webs anzweifeln?

  3. Körperlos zu reisen ist aber nur reizvoll, wenn es nicht Richtung Süden geht.

    Schau dir mal meine Fotos vom Portugal-Urlaub an, da möchtest du dann ganz sicher mit Körper und Geist hinreisen und nicht nur Google hinschicken ;-)