“Verlor’ne Liebesmüh’ 2.0”, Akt 1, Szene 1.
Webdesigner: Ich erstelle Ihre Website unter Beachtung der aktuellen Standards des W3C, verzichte auf Layout-Tabellen und verwende moderne Techniken wie CSS, um semantisch korrekten HTML-Code zu erstellen!
Potentieller Kunde: Häh?!?
Publikum: (pfeift schrill, buht)
Webdesigner geht rechts ab, Kunde verbleibt ratlos und verschiebt das Redesign seiner Website aus 1997 noch um weitere drei Jahre.
Nach der Show
Klingt irgendwie bekannt, oder?
Dabei ginge es auch einfacher. Um zu zeigen, welchen Unterschied der Einsatz von modernen Techniken des Webdesigns macht, wenn man den Ballast der frühen Jahre abwirft, reichen zwei Bilder:
Jeder Punkt symbolisiert ein Element der Seite. Die roten Punkte stellen Layoutboxen dar, die keinen eigenen Inhalt wie Texte oder Bilder haben, sondern nur die daran hängenden untergeordneten Elemente auf der Seite positionieren.
Die Visualisierung der Elemente einer Webseite, die mit modernen Mitteln umgesetzt wurde. Es sind weniger Elemente nötig, um das gewünschte Aussehen zu erzielen. Damit gewinnt der eigentliche Inhalt an Gewicht.
Da muss man jetzt nichts mehr erklären. Logo, dass Suchmaschinen und Browser sich leichter tun, die paar Ästchen im unteren Bild zu interpretieren als das Gestrüpp im ersten Bild.
Entstanden sind die beiden Bilder aus der Vorher-/Nachherversion einer Website, die ich neulich überarbeitet und in zeitgemäßer Technik umgesetzt habe. Beide Varianten der Seite sind optisch weitgehend ident.
PS: Solche Grafiken erstellt websitesasgraphs, die Ausstellung der fertigen Werke hat Flickr.