“Otto! Otto!” — De Phazz in der “Arena” in Wien

16. April 2005

car eats town

Die Arena in Wien ist eine besondere Location. Das haben wir daran gemerkt, dass wir wie immer mit unserer extremen geografischen Behinderung gaaaanz schwer hinfanden. Aber der Stress ist belohnt worden.

natural fake

De Phazz haben im März 2005 ein neues Album herausgebracht, Natural Fake.
“natural fake” bleibt dem mit “Death by Chocolate“ begonnenen Stil mit leichten, latino- und chansoninspirierten Songs treu und zeigt wie üblich dann und wann ein leichtes Aufblitzen von Ironie. Der Gitarrist Ralf Oemichen ergänzt De Phazz und gibt dem Sound eine Note in Richtung Funkrock, eine bei den älteren Stücken durchaus interessante Erfahrung.

De Phazz führen auf ihrer Website eine Art Tour-Tagbuch, das von Pat Appleton aber sehr schweigsam geführt wird. Ist eh besser so, schliesslich ist Frau Appleton Sängerin und soll ihre Kreativität dort bündeln, wo ich am meisten davon habe.

Happiness

Das Konzert in der Arena ist familiär, die Atmosphäre im Kreis der rund fünfhundert Gäste entspannt. De Phazz verteilen Freude und Glücklichsein, verbreiten Lächeln und gute Laune. Klingt nach einfachem Schlager, ist es aber nicht. Viel Neues wird gespielt, manche Klassiker hört man wieder.

Something Special?

Am Sound ist der neue Gitarrist erkennbar: Rauer, heftiger und rockiger klingt manches.
Aber keine Angst: Es bleibt der loungige, relaxede Tenor, der das Repertoire seit dem Durchbruch-Album “Death by Chocolate” geprägt hat, erhalten. Nur wer genau hinhört, erkennt die leichte Seitenlage in Richtung “Mainstream Pop”.

Almost Gone

Nach einer knappen Stunde ist die zauberhafte Veranstaltung schon vorüber. Na ja, nicht ganz: Das beste kommt zum Schluss, in der halbstündigen Zugabe zeigen De Phazz, aus welchem Repertoire sie in der Zwischenzeit schöpfen können.
Ein beeindruckender Abend, im Niveau auf einer Augenhöhe mit dem Konzert im Linzer Posthof am 29. März 2003 oder jenem im Salzburger Rockhouse am 1. Dezember 2002.

Good Boy

PS: Otto Otto Engelhardt hat um Längen die meisten/lautstärksten Fans. Aus gutem Grund: Charisma im Überfluss, Stil zum Abwinken. Und als Musiker sowieso unbestritten…