Ich betreue im Webverzeichnis dmoz unter anderem die Kategorie Österreich/Oberösterreich/Wirtschaft als Editor. Hauptsächlich aus der dmoz-internen Verlinkung ererbt sie einen gerade noch sichtbaren Teil des Google-PageRanks™, den dmoz hat. Scheinbar ist das genug Motivation für SEO-Experten, die Websites ihrer hoffnungsvollen Kunden hier für eine Eintragung vorzuschlagen.
Davon hält sie auch die Tatsache nicht ab, dass ihr Kunde eine recht begrenzte lokale Tätigkeit ausübt und ein Geschäft für Kochgeschirr in einer Kleinstadt nahe Vöcklabruck im Herzen des Bundeslandes betreibt (das nur als Beispiel – alle genannten Personen und Betriebe sind frei erfunden und der Wirklichkeit nachgeformt).
Geschätzte Anbieter eines Eintragsservices für Suchmaschinen: Bitte achtet vor der Eintragung auf die Beschreibung der Kategorie und orientiert euch an der Anleitung auf der dmoz-Eintragungsseite:
Melden Sie die Website in derjenigen Kategorie an, die am relevantesten ist.
Eine dmoz-Eintragung in einer falschen oder zu allgemein gefassten Kategorie ist nicht etwa besser, weil der Vorschlag eher einem Editor zu Gesicht kommt oder der Link mehr PR erbt – der Vorschlag wird in diesem Fall unbearbeitet in die passende Kategorie verschoben und dort später wieder dem zuständigen dmoz-Editor zur Aufnahme ins ODP-Verzeichnis präsentiert.
Wenn das SEO-Angebot an den Kunden auch auf “Händische Eintragung in 199 Web-Verzeichnisse und Kataloge um 49,- Euro” lautet – etwas Hirn darf dabei die Hände schon lenken.
Andreas
9. August 2007, 02:46
Robert
9. August 2007, 03:17
Andreas
10. August 2007, 03:27
F. Hartz
15. August 2007, 22:54