Ziemlich beste Freunde

11. Februar 2012

Im französischer Buddy-Film mit dem Handlungsmuster von “My Fair Lady” engagiert der querschnittgelähmte, wohlhabende Phillipe den farbigen arbeits- und chancenlosen Kleinkriminellen Driss aus der Pariser Vorstadt als persönlichen Rundum-Betreuer. Der hat als einziger Stellenbewerber erstens keine Qualifikationen und zweitens “kein Mitleid”.

Driss behandelt Phillipe unsentimental, fährt mit ihm im Maserati statt im behindertengercht umgebauten Kastenwagen, lacht lautlos und ungeniert in der Oper über den “singenden Baum” und richtet der verzogenen Tochter die Wadeln nach vorn. Es wird im Tandem mit den Paragleiter geflogen, über die Preise moderner Malerei gelästert und Phillipes steife Geburtstagsgesellschaft zum Tanzen gebracht, und dabei entsteht eine respektvolle Freundschaft

Als Driss wegen seines kleinen Bruders wieder in sein ursprüngliches Milieu zurückkehren muss, verfällt Phillipe und lässt sich demonstrativ gehen (Vollbart!). Glücklicherweise holt die treue Seele des Haushalt Driss wieder zurück, und eitel Wonne bricht aus. Nachdem Driss auch noch dafür gesorgt hat, dass Phillipe mit einer langersehnten Freundin glücklich vereint wird, ist Zeit fürs Happy End.

Der Film hat so viele Gelegenheiten zu Schmalz und Tränen und lässt sie alle links liegen. Ich habe den ganzen Film hindurch gelächelt.